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Willkommen bei MALZ für ein soziales Minden, ! 03.09.2010, 23:10 Uhr 
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Nachbarschaftszentrum .Simeonstreff - zwischennutzen, beleben & dauerhaft betreiben ?

Simeonstraße - eine Straße mit Vergangenheit
Veränderungen erwünscht
Revitalisierung braucht MENSCHEN !
Resonanz & Meinungen
Projektidee -
Nachbarschaftszentrum an der Simeonstraße

Zwischennutzen - Verein gründen - kaufen
ENTWICKLUNGSAUFGABEN -
Wohnsituation entschärfen, Gemeinwesen stabilisieren & Jobs schaffen

Lokaler Wirtschaftsraum Simeonstraße
ZURÜCK ZUM THEMA
Viele Jahre beherbergte es den Fahrradhändler Struckmeyer, seit Jahren inzwischen schon leerstehend: das Gebäude Hausnummer 5 an der Simeonstraße in Minden.
Dabei könnte es als Kantine mit Mittagstisch und Abendbrot besonders für Benachteiligte gute Dienste leisten. Aber nicht nur für AltstädterInnen mit schmalem Portemonaise, auch als Revitalisierungsprojekt ein sozial-kultureller Entwicklungsansatz für die sozial stark belastete Obere Altstadt.
Weblinks:

Wohnsituation Altstadt
Soziale Probleme
Armut in Oberer Altstadt
Zwischennutzung

Strategie | Ziele

Bilder
-- Altstadt
-- Altstadt-Spaziergang
-- Quartiersentwicklung
Stadtteilzentrum

Stadterneuerung
Stadtumbau
Soziale Stadt
Früheres Traditionsgeschäft Fahrrad Struckmeyer
Früheres Traditionsgeschäft Fahrrad Struckmeyer
Simeonstraße - eine Straße mit Vergangenheit

Die Simeonstraße war in den Zeiten, als noch viele britische Soldaten das Stadtbild von Minden prägten, die Straße der Kneipen und Nachtbars. Dort bekam man auch noch Spätnachts sein Bier zu trinken - aber hin und wieder auch mal Ärger.

Von diesem Ruf der Simeonstraße ist manches hängengeblieben, und das obwohl sich seitdem vieles verändert hat. Soziale Einrichtungen haben sich dort niedergelassen. Beispiele dafür sind die Hauptstelle und einige Einrichtungen der Parität Minden-Lübbecke sowie der Club 74, ein Verein für psychisch kranke Menschen, der in der früheren Nachtbar Maxim eine gern besuchte Begegnungstätte betreibt.

Und da ist noch die Bäckerei & Cafe Rolf, wo sich manche Altstädter schon seit Langem zum Kaffee treffen. Nur gut 1,50 ¤ für einen Kaffee, das können sich sozial Benachteiligte nicht leisten, ohne daß reflexartig das Rechnen anfängt: "Wieviel hab' ich noch, und wie lange ist's noch bis Monatsende ?"

Um genau um dieses Problem und seine Folgen soll es mit dem Vorschlag in diesem Beitrag gehen ....


Anbindung zur Obermarktstraße, ...
Anbindung zur Obermarktstraße, ...
Veränderungen erwünscht

Nun wird inzwischen die Vorstellung laut, daß die Simeonstraße mit ihren alten, teilweise historischen Gebäuden einer Belebung bedarf - tja, eigentich mehr, nämlich einer grundsätzlichen Entwicklung durch Verbesserungen der Wohnsituation.
Der tiefere Hintergrund ist dabei auch die Vorstellung, daß der Obermarkt und die Innenstadt von Minden eine bessere Anbindung zum Simeonsplatz und zur Königstraße hin und umgekehrt bräuchte.

Sicher, aus der Sicht von Stadtplanung ist eine bessere Anbindung mit belebender Wirkung immer sinnvoll, zu welcher Seite der Stadt hin auch immer. In diesem Teil der Oberen Altstadt ergibt das jedoch besonders Sinn für die Königstraße, den oberen Teil der Obermarktstraße mit dem kleinen Verweilplatz Kaak und den Simeonsplatz.
Mit Anbindung ist im Folgenden allerdings keine verkehrstechnische gemeint, sondern vielmehr Maßnahmen im Rahmen der Stadterneuerung, des sog. Stadtumbaus bzw. des Programms Soziale Stadt der deutschen Städtebauförderung, die im Bereich Simeonstraße m.E. hauptsächlich Sanierungsmaßnahmen sowie soziale, kulturelle und gesellschaftliche Belebung unmittelbar vor Ort bedeuten.


... an den Beginn der Königstraße ....
... an den Beginn der Königstraße ....
Revitalisierung braucht MENSCHEN !

Nun ist nach modernem Kenntnisstand Revitalisierung im erweiterten Sinn das Stichwort, unter dem man das Ziel für die dauerhaft gesunde Entwicklung einer Stadt zusammenfassen kann. Dabei sind Maßnahmen gezielt in den Bereichen Kultur - Soziales - Städtebau - Wirtschaft durchzuführen.
Dadurch soll das innerstädtische Leben konsequent gefördert werden, wodurch die Lebensqualität für BewohnerInnen sowie die Anziehungskraft - auch, aber nicht nur im wirtschaftlichen Sinn - nachhaltig steigt.

Revitalisierung, Belebung innerstädtischen Lebens macht Soziales und Kultur notwendig, zwei Lebensbereiche, in denen es benachteiligten besonders fehlt, die daher gemeinsam betrachtet werden müssen. Daher gibt es ja auch den Begriff der sog. Soziokultur.


Resonanz & Meinungen

Die Vorstellung von einer Entwicklung der Simeonstraße in der vorgeschlagenen Art und Weise wird bei den Menschen bisher durchweg positiv aufgenommen - und zwar unabhängig davon, Anwohner, Gewerbetreibender oder Hausbesitzer.
So der Eindruck nach nicht wenigen Gesprächen .....
Auch unter den MIndenerInnen, die sich aktuell stadtplanerisch engagieren, gab es bereits einiges an Resonanz, die Mut machen.


Dabei gibt's die Idee eines sozialen & kulturellen Zentrums - siehe Projektinitiative Stadtteilzentrum - in der Oberen Altstadt schon länger. Eine Befragung (Stichprobe) bei 136 Personen im Frühjahr / Sommer 2007 hatte gezeigt, daß eine klare Mehrheit aller Menschen ein Zentrum mit sozio-kultureller Ausrichtung in der Oberen Altstadt für notwendig halten und ihre Stimme dafür abgaben.

Es befürworteten mehr als 98% derer, die in der Oberen Altstadt wohnen, arbeiten oder leben, ein Stadtteilzentrum in diesem Teil der Innenstadt. Unter allen Befragten, also unabhängig vom Wohnort, ist dieser Anteil mit 95,6% ähnlich eindeutig. Selbst unter den NormalbürgerInnen, also Menschen, die in normalen bundesdeutschen Einkommensverhältnissen leben und von Armut weit entfernt sind, gab es eine Zustimmung von fast genau 90%.
Ein überdeutliches Votum für mehr praktische Solidarität mit den sozial benachteiligten von kommunaler bzw. gesellschaftlicher Seite ...

Laut letztem Stand der Auswertung äußerten mehr als 8 von 10 aller Befragten, sie würden eine solche Einrichtung mindestens hin- und wieder besuchen.
Nicht Wenige unter den Betroffenen würden dort gern einen festen Job haben oder einfach beim Tagesbetrieb des Zentrums (ein wenig) mithelfen.


... und an den Simeonsplatz
... und an den Simeonsplatz
Projektidee -
Nachbarschaftszentrum an der Simeonstraße

Diese neue Vorstellung hier ist im Gespräch mit Willi vor Cafe Bäckerei Rolf Ecke Königstraße / Simeonstraße entstanden. Willi ist oft in der Oberen Altstadt, ihn kennt (fast) jeder, er gehört hier zur Szene.
Beim Anblick des lange schon leerstehenden Gebäudes Hausnummer 5 meinte ich so:
"Ist doch schade, eigentlich kein schlechtes Gebäude, steht nun schon fünf Jahre leer. Sollte man eigentlich was draus machen ..."
Willi meinte das auch, las aber erstmal weiter Zeitung.

Ich erzählte was von Zwischennutzung, einer nicht mehr ganz neue und dabei wirksame Methode in der sozialen Stadtteilentwicklung.
"Echt ein Jammer, daß so ein Haus ungenutzt herumsteht. Eine Zwischennutzungsagentur wüßte schon, was man tun kann."

"Sowas wie'ne Armenküche könnte man machen. Dahinten an der Königstraße, am E-Center gibt's sowas schon."
Willi ist immer ziemlich direkt. Wenn er eine Einrichtung meint, wo Menschen mit geringem Einkommen für wenig Geld schmackhaft und bezahlbar eine Mahlzeit serviert bekommen, dann heißt das bei ihm eben Armenküche.

Wir "verhandelten" eine kurze Weile. Heraus gekommen ist dabei die Idee für eine Anlaufstelle an der Simeonstraße, einer Art 'Cafeteria & Begegnungsstätte um die Ecke' mit Mittagstisch und Abendbrot für Menschen mit schmalem Portemonaise.
Eine Anlaufstelle ähnlich des Typs Nachbarschaftszentrum, wie man sie in Berliner Stadtvierteln häufiger findet. Dort wird damit kulturelles & gesellschafltiches Leben für Wenigerbetuchte ermöglicht ...



Der Kaak an der Obermarktstraße gleich um die Ecke ...
Der Kaak an der Obermarktstraße gleich um die Ecke ...
Zwischennutzen - Verein gründen - kaufen

Seine Vorstellung, wie es gehen kann ist einfach. Wenn der Laden läuft und regelmäßig Leute zum Essen kommen, dann Verein gründen, Vertrag mit dem Hausbesitzer machen und kaufen.
So die erste Vorstellung von Willi - basierend auf privatwirtschaftlichen Überlegungen .....

"Hmmm ...." dachte ich so. "Als kommerzielles Unternehmen geht das definitiv nicht."
Aber in Sozialer Ökonomie ist das durchaus vorstellbar und stadtplanerisch in der Simeonstraße auch wegen der drängenden Probleme lokalökonomisch in der Oberen Altstadt zweckmäßig.
Reguläre Arbeitsplätze könnte nach dem Muster des Vorschlags Arbeit statt Hartz IV, im Rahmen eines kleinen Beschäftigungsprogrammes oder auf ähnliche Art und Weise geschaffen werden.
Ich versprach dranzubleiben, kündigte an, die Idee für das Vorhaben - aber nicht "Armenküche" sondern Soziales Zentrum bzw. Nachbarschaftszentrum - ins Internet zu schreiben.
Er war einverstanden.

Und, viola, hier ist der Beitrag.


Auch die Simeonstraße 29 wäre denkbar, ....
Auch die Simeonstraße 29 wäre denkbar, ....
ENTWICKLUNGSAUFGABEN -
Wohnsituation entschärfen, Gemeinwesen stabilisieren & Jobs schaffen

Die Ausgangsideen für ein Projekt an der Simeonstraße sind Soziokultur-Angebote, Treffpunkt für alle Altersgruppen sowie Mahlzeiten & Getränke zum kleinen Preis - eine Anlaufsstelle für Menschen aus Oberer Altstadt und von der Obermarktstraße.

Interessant ist ein solches Vorhaben in der aktuellen Stadtentwicklung in und für Mindens Innenstadt. Aus dieser Sicht sind zunächst die spezifischen Probleme sozialen Hintergrunds in der Oberen Altstadt und hier besonders die Wohnsituation an der Simeonstraße zu beachten. Die Straße nahe dem Kaak war bereits im Sommer letzten Jahres eines der Ziele während eines Stadtrundgangs, zu dem das Mindener Tageblatt eingeladen hatte.


Der beschriebene Stadtvierteltreff an der Simeonstraße soll ein bezahlbares Angebot der Grundversorgung für Betroffene anbieten, sich sozial, kulturell und nachbarschaftlich engagieren und auf diese Weise weitere mögliche Negativentwicklungen in einem überschaubaren Bereich deutlich entschärfen. Beispielsweise kann die aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit des IBZ Juxbude unterstützt und durch Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Freizeitgestaltung junger Leute ergänzt werden.
Die Stärkung lebendigen Gemeinwesens durch das Zentrum an der Simeonstraße soll insgesamt sozial stabilisierend wirken, sodaß die Grundlage für eine ähnliche Positiventwicklung wie im Berliner Stadtteil Neukölln gelegt wird.

Die Preisgestaltung für "NormalbürgerInnen", sprich Menschen mit normalem Einkommen, wird sich an marktüblichen Preisen orientieren, um Wettbewerbskonflikte mit Angeboten im unmittelbaren Umfeld von vornherein zu vermeiden.


Im Rahmen eines kleinen lokalen Beschäftigungsprogramms, das auf Dauer angelegt sein muß, d.h. nicht zeitlich unbefristet sein darf, sollen einige feste Arbeitsplätze für bisher noch (Langzeit-)Arbeitslose entstehen.
Ein solches Programm wäre umzusetzen auf städtischer bzw. Landkreisebene. Nach ersten Überlegungen dürften es 6 - 8 Beschäftigungsverhältnisse in Vollzeit sein, die zu finanzieren sind. Wenn machbar bzw. bei höherem Bedarf mehr ......
Aber auch kleinere Zuverdienstmöglichkeiten durch Mitarbeit im Zentrum sollen entstehen. Diese sollen Menschen mit geringem Einkommen wenigstens ein wenig Chance zu beruflichen Aktivitäten und eine Unterstützung in ihrer Lebensführung ermöglichen.

Denkbar sind auch einfache Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen von Aufgaben, die in einem soziokulturellen Zentrum Simeonstreff anfallen. Diese könnten aus den Bereichen Hauswirtschaft, Handwerk und Technik, Kommunikation und Neue Medien sowie weiteren sein.
Ein Angebot für einen Wiedereinstieg in tätiges, aktives Leben für Menschen, die durch eine lange Zeit in Arbeitslosigkeit betroffen sind .....


... genauso wie das Gebäude daneben
... genauso wie das Gebäude daneben
Lokaler Wirtschaftsraum Simeonstraße

Eine Überlegung, die man heute stets anstellen sollte, ist die nach evtl. Wirkungen auf den unmittelbaren nahen Wirtschaftsraum, ggf. auch Innenstadt, Stadtgebiet oder weiter.

Der kleine Wirtschaftsraum Simeonstraße wird sicher durch die Belebung profitieren, möglicherweise sogar deutlich profitieren. Eine offene Einrichtung von szenetypischem Charakter zieht Leute an, und das bedeutet auch den einen oder anderen Euro abends mehr in der Kasse der Läden und Imbisse, Frisöre und sonstige Dienstleister in der näheren Umgebung.

Erkennbare Auswirkungen sind auch für die Ladengeschäfte an der Obermarktstraße zu erwarten. Die Simeonstraße stellt die Verbindung zum Simeonsplatz her und bedeutet im belebten Zustand eine Bereicherung für das städtische Leben am Obermarkt dar. Eine stärkere Frequentierung wird dauerhaft wirtschaftlich auch bei den Gewerbetreibenden an der Obermarktstraße ankommen.

Auch im Bereich der Oberen Altstadt innerhalb des Stadtbezirks Innenstadt sind ökonomische Auswirkungen zu erwarten. Ein Belebung erfasst naturgemäß die nähere Umgebung am stärksten, und die Simeonstraße ist Teil der Oberen Altstadt.
Vorstellbar ist hier, daß sich die einsetzende Entwicklung von Gastronomie und Kleingewerbetreibenden am Beginn der Königstraße der letzten Jahres fortsetzt. Der Ansatz Lokaler Ökonomie sollte entsprechende Wirkung zeigen.

Für die zentrale Innenstadt sind keine nennenswerten wirtschaftlichen Auswirkungen zu erwarten. Hier ist der Simeonstreff mit seinen sozialen & kulturellen Angeboten als Teil des innerstädtischen Lebenswertes zu betrachten, den es im Rahmen der Stadtplanung in Mindener Innenstadt insgesamt zu steigern gilt.


BEACHTE:
DIESER ABSATZ WIRD VORAUS. IN EINEN EIGENSTÄNDIGEN BEITRAG AUSGELAGERT, DER SICH AUF DEN GESAMTEN VORSCHLAG QUARTIERSENTWICKLUNG BEZIEHT.




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Quartiersentwicklung Simeonstraße | ÜBERSICHT



Webseite - www.simeonstrasse.malzminden.de


Aktualisiert Montag, 13. Oktober 2008    1145  Mal gelesen

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